In letzter Zeit gibt es viele Gedanken zu einer alternativen Nutzung des Geländes am ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin. Viele Konzepte gehen in die Richtung, das Tempelhofer Feld für den Wohnungsbau zu Nutzen. Am 25.Mai 2014 wurde dazu ein Volksentscheid durchgeführt um die Bürger aus Berlin entscheiden zu lassen, ob es eine generelle Bebauung geben kann oder nicht. Parallel beauftragte das Land Berlin sechs Architekturbüros mit der Erarbeitung städtebaulicher Konzepte. Die Wahlberechtigten in Berlin stimmten deutlich gegen die Bebauung des Tempelhofer Felds. 739.124 Stimmen der 1.149.145 abgegebenen Stimmen waren dagegen. Resultierend wurde am 25. Juni 2014 ein Volksgesetz dazu erlassen. Folgende Sachverhalte sind Inhalt dieses Gesetztes: „Das Tempelhofer Feld in seiner Gesamtheit ist wegen seiner Leistungs- und Funktionsfähigkeit in Naturhaushalt, der Eigenart und Schönheitseiner Landschaft, seines Nutzen für die Erholung, seiner kulturhistorischen Bedeutung als Ort Berliner Geschichte, der Flugfahrt und des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus von Einmaligem Wert. Es hat diesen Wert unabhängig von öffentlichen oder privaten Investoren.“

Meine Idee entspringt diesen beiden Gedanken, auf der einen Seite die Meinung dem augenscheinlichen leeren Feld ein zusätzlichen Mehrwert zu geben und der Meinung, dass dieses Feld wie es ist in seiner Leere und seiner geschichtlichen Aufladung schon so viel bietet was jeglichen nachträglichen Eingriff überflüssig macht. Ein großes Spagat zwischen zwei grundsätzlichen unterschiedlichen Lagern. Meine Gedanken fingen mit der Idee an, dem Feld etwas natürliches wieder zuzuführen und dieses mit einem zusätzlichen Nutzen zu versehen. Die Boeing 747-400, ein Flugzeug, was Ende der 1960er Jahre die Luftfahrt revolutionierte mit seiner schieren Größe. Wenn jetzt dieses

Flugzeug als Grundlage auf dem Flugfeld steht, gefüllt mit einer neuen Nutzung, wird etwas addiert, was sich wie selbstverständlich in die Umgebung einfügt. Allein die 747 bietet für begeisterte Menschen schon genug Anreiz diesen Ort zu besuchen. Lange Zeit war sie das größte Passagierflugzeug der Welt. Charakteristisch für die 747 ist der „Buckel“ am vorderen Teil des Flugzeugs. Über die Jahre wurde das im Buckel befindliche Oberdeck immer weiter erweitert um mehr Platz zu schaffen. Die gewählte 747-400 ist die Version vor der letztenVersion der 747-8 mit einem Oberdeck, welches sich über das erste Drittel des gesamten Flugzeug erstreckt. Zusammengefasst ist es die gegebene Größe, welche genügend Spielraum bietet und die Geschichtsträchtigkeit mit ihrer Anziehungskraft, die zu dem Flughafen Tempelhof passt, was die 747-400 zu einer idealen Hülle macht. Aus der Anziehungskraft der beiden gewählten Faktoren ist die Nutzungsidee entstanden. Das Tempelhofer Feld bietet viele Möglichkeiten aktiv zu werden und das Areal zu entdecken, ein besonderes Erlebnis auch für Menschen von außerhalb. Zusätzlich bietet die Lage im Stadtgebiet von Berlin, das komplette Angebotsspektrum der Hauptstadt. Mit einer Umnutzung der 747 zu einem Hostel für aktive Menschen, bietet es den gewünschten Mehrnutzen und eine Symbiose zu dem Tempelhofer Feld. Dieses spezielle Erlebnis in einem legendären Flugzeug zu übernachten soll mit der Hostel Ausrichtung vielen Menschen erschlossen werden und keine elitäre Angelegenheit sein. Eine Analogie bietet die 747 an sich, das Flugzeug welches den Langstreckenflug für die Breite Masse erschwinglich machte. Insgesamt soll es für Menschensein,die eine besondere Übernachtungsmöglichkeit suchen und Interesse an den Aktivitäten, der Geschichte vom Tempelhofer Flughafen und der 747 haben.